Ohne Eigenschutz geht bei der Feuerwehr gar nichts! Dazu trägt im Besonderen die Schutzkleidung einen großen Beitrag. Diese ist nicht nur unverwechselbares Erkennungszeichen der Feuerwehr, sondern schützt durch ihre speziellen Eigenschaften vor den vielfältigen Gefahren im Einsatz.

Nicht nur die Fahrzeuge und Geräte haben sich in denletzten Jahrzehnten immer weiter entwickelt, sondern auch die Schutzkleidung der Einsatzkräfte ist im Laufe der Jahre immer moderner und vor allem sicherergewordenNoch vor wenigen Jahren bestand die Einsatzkleidung aus einfachen Stoffhosen und Ledermänteln, die kaum einen Schutz gegen Feuer und Hitze bieten konnten. Heutzutage besteht die Kleidung hauptsächlich aus dem Stoff Nomex®, der speziell entwickelt und besonders hitzebeständig ist.

Die Einsatzkleidung der Feuerwehr besteht aus dem Dienstanzug, der im Einsatzfall durch die sogenannte HuPF-Kleidung ergänzt wird. Der Dienstanzug ist die für die Feuerwehr typische dunkelblaue Uniform, die bei allen dienstlichen Aktivitäten getragen wird. Sie besteht aus einer Diensthose, der Dienstjacke (mit dem Dienstgradabzeichen in Form einer Schulterklappe oder eines Ärmelabzeichen), sowie den Schutzstiefeln. Alle Kleidungsstücke weisen spezielle Eigenschaften zum Schutz des Trägers auf: Hose und Jacke bestehen aus Nomex und sind hierdurch flammbeständig, die Schutzstiefel schützen die Füße vor verschiedensten mechanischen Gefahren. Bei Einsätzen und auch zu Übungen wird über den Dienstanzug zusätzlich die HuPF-Kleidung (HuPFHerstellungs- und Prüfbeschreibung für eine universelle Feuerwehrschutzkleidung) getragen. Diese besteht aus einer Überhose und einer Überjacke, die noch durch einen Feuerwehrhelm und Schutzhandschuhe ergänzt werden. Hose und Jacke bestehen dabei aus mehreren Schichten, um gleichzeitig vor großer Hitze und Flammen zu schützen, trotzdem aber auch atmungsaktiv zu sein. Außerdem sind sie mit mehreren Reflexstreifen versehen, um den Träger bei Arbeiten im Straßenverkehr kenntlich zu machen. Der Feuerwehrhelm bietet nicht nur Schutz vor herabfallenden Teilen, sondern beinhaltet auch noch ein Visier, das bei Arbeiten mit Gefahr von herumfliegenden Splittern heruntergeklappt werden kann, sowie ein Flammschutztuch, das den Halsbereich vor Hitze und Flammen schützen soll.

 

Reicht diese Schutzkleidung nicht aus oder ist mit anderen Gefahren zu rechnen, so gibt es für verschiedene Einsatzszenarien auch spezielle Schutzkleidung. Muss sich bei einem besonders heißen Brand vor extremen Temperaturen und großer Wärmestrahlung geschützt werden, wird über die Einsatzkleidung ein Hitzeschutzanzug getragen. Dieser kann durch die silberne Beschichtung einen großen Teil der Strahlung reflektieren. Neben Brandeinsätzen wird die Feuerwehr auch zu Chemie-Unfällen gerufen und ist mit verschiedenen Chemikalien konfrontiert. Um gegen eine Vielzahl von gefährlichen Stoffen geschützt zu sein, wird hierbei ein Chemikalien-Schutzanzug (CSA) getragen, der den Träger quasi von der Außenwelt abschneidet. Durch die dicke, gummiartige Oberfläche ist er gegen flüssige Stoffe resistent und die luftdichte Ausführung können keine Gase eindringen.

Letzte Einsätze

  • #61 | 13. Dez

    19:40 - Brandmeldeanlage

    Bottrop-Innenstadt

     

     
  • #60 | 03. Dez

    18:23 - Brandmeldeanlage

    Bottrop-Stadtmitte

Termine


So. 24. Dez 2017
Heiligabend

 

 

    

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